Im Herbst 1945 trat Joseph Ratzinger 18jährig ins Priesterseminar seines Heimatbistums auf dem Freisinger Domberg ein. Bis Sommer 1947 studierte er an der dortigen Philosophisch-theologischen Hochschule Philosophie. Am 29. Juni 1951 wurde er mit seinem Bruder Georg im Freisinger Dom zum Priester geweiht, nach eigenen Worten „ein strahlender Sommertag, der als Höhepunkt des Lebens unvergesslich bleibt“. Ab Oktober 1952 war er wiederum in Freising als Dozent am Priesterseminar tätig. Ab Wintersemester 1954/55 vertrat er den Lehrstuhl für Dogmatik und Fundamentaltheologie an der Hochschule Freising.
Viele Amtsgeschäfte und gottesdienstliche Handlungen führten den Erzbischof regelmäßig nach Freising. Hinzu kamen Besuche privater Natur. So nahmen Kardinal Ratzinger und sein Bruder 1980 am Requiem und am Begräbnis ihrer Tante teil. Am 25. November 1981 wurde Joseph Kardinal Ratzinger zum Präfekten der Kongregation für die Glaubenslehre ernannt und nahm im Februar 1982 Abschied von seinem Erzbistum. Die Stadt Freising verlieh ihm die goldene Bürgermedaille. Seinen letzten Besuch stattete Papst Benedikt XVI am 14. September 2006 ab, bei einer Reise durch seine altbayerische Heimat.